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Kabelfehlerortung mit TDR: vor der Entfernungsberechnung den Zeitnullpunkt festlegen

Zusammenfassung: Die Entfernung auf einer TDR-Anzeige beginnt an der vereinbarten elektrischen Referenzebene und folgt dem Signalweg. Sie kann dem Instandhaltungspersonal helfen, den Prüfbereich einzugrenzen. Um die Cursorposition einer bestimmten Verbindung in einem Kabelbaum zuzuordnen, braucht es außerdem die Ausbreitungsgeschwindigkeit, den Prüfadapterabschnitt und die tatsächliche Verdrahtung. Wird die Entfernung als geradlinige Position innerhalb eines Schaltschranks verstanden, kann der falsche Bereich demontiert werden.

Dieser Artikel behandelt die Prüfung am Prüfstand von Kabeln, die vom System getrennt sind, deren Spannungsfreiheit bestätigt ist und die auf die Anschlussbedingungen des Messgeräts geprüft wurden. Ziel ist, aus einer Reflexionsablesung ein Ortungsprotokoll zu erstellen, das ein anderer Ingenieur prüfen kann. Der Artikel liefert weder ein Verfahren zum Prüfen unter Spannung stehender Systeme noch Abnahmegrenzen für Komponenten.

Was das Gerät zuerst misst

Ein konventionelles Zeitbereichsreflektometer sendet ein sich schnell änderndes Signal in den Signalweg und beobachtet den zurückkehrenden Signalverlauf. Impedanzänderungen entlang des Weges erzeugen Reflexionen. Die Rücklaufzeit umfasst Hin- und Rückweg. Die Zeitbereichsdokumentation zu Keysights FieldFox beschreibt eine andere Umsetzung: Ein Netzwerkanalysator misst zunächst den Frequenzgang und transformiert ihn anschließend in eine Zeitbereichsantwort. Das Protokoll muss deshalb Gerät, Modus und Referenzebene benennen, statt nur einen „TDR-Wert“ zu enthalten.[1]

Für einen Wegabschnitt mit annähernd gleichmäßiger Ausbreitungsgeschwindigkeit gilt bei derselben Referenzebene und einem Cursor, der tatsächlich die Hin- und Rücklaufzeit dieses Abschnitts darstellt:

Entfernung L = c × VF × Δt ÷ 2

c ist die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum; die Beispiele hier verwenden 0.299792458 m/ns. VF ist der dimensionslose Geschwindigkeitsfaktor. Δt ist die Zeit von der Referenzebene zum Reflexionsort und zurück, in Nanosekunden. Wenn das Gerät die horizontale Achse bereits in eine Entfernung für den einfachen Weg umgerechnet hat, lesen Sie diese in dem betreffenden Modus direkt ab, ohne erneut durch 2 zu teilen.

Das Handbuch zum Tektronix 1502C verwendet ein Kabel bekannter Länge und desselben Typs, um eine unbekannte Ausbreitungsgeschwindigkeit zu bestimmen. Es weist außerdem darauf hin, dass eine falsche Geschwindigkeitseinstellung die Entfernungsanzeige beeinflusst.[2] Die Bezeichnung eines Isolationsmaterials oder die Einstellung für eine andere Prüfleitung können eine erste Annahme stützen. Sie ersetzen jedoch nicht die Parameter des zu prüfenden Kabels.

Ein Cursor, zwei Ortsangaben

Das folgende Lehrbeispiel ist keine Produktmessung. Angenommen, der Adapterabschnitt zwischen Geräteanschluss und Kabelanfang trägt 10 ns zur Hin- und Rücklaufzeit bei. Die Zielreflexion erscheint 40 ns vom Geräteanschluss entfernt, und das zu untersuchende Kabel hat VF = 0.66.

Vorgehen Für die Berechnung verwendete Hin- und Rücklaufzeit Berechnetes Ergebnis Bedeutung des Ergebnisses
Die gesamte Verzögerung mit 0.66 umrechnen 40 ns 3.96 m Äquivalente Länge, die entsteht, wenn der Adapterabschnitt als dasselbe Medium behandelt wird
Adapterbeitrag bestätigen, abziehen und anschließend berechnen 30 ns 2.97 m Schätzung vom Anfang des zu untersuchenden Kabels bis zum Reflexionsort entlang des Kabelwegs

Die Differenz beträgt ungefähr 0.99 m. Sie entsteht durch die Behandlung der Referenzebene und bedeutet nicht, dass sich die Kabellänge geändert hat. Bei einem Weg durch unterschiedliche Medien sollten Sie jeden Abschnitt zunächst im Zeitbereich prüfen. Unter der Näherung eines einzelnen unterscheidbaren Signalwegs ist die gesamte Hin- und Rücklaufzeit die Summe von 2L/(c×VF) für die einzelnen Abschnitte. Ziehen Sie die Verzögerung bekannter Abschnitte ab, bevor Sie den zu lokalisierenden Abschnitt umrechnen, statt einen einzigen VF auf alle Adapter anzuwenden.

Schema der Referenzebene, kein Verdrahtungsplan:

Referenzebene entlang des Signalwegs
  1. Geräteanschluss
  2. Adapterabschnitt
  3. Anfang des zu untersuchenden Kabels
  4. Reflexionsort

40 ns stehen für den vollständigen Hin- und Rückweg. Nach Abzug der 10 ns des bekannten Adapterabschnitts entsprechen die verbleibenden 30 ns dem Anteil des zu untersuchenden Kabels. Wenn die Kalibrierung die Referenzebene bereits an dessen Anfang verschoben hat, ziehen Sie denselben Abschnitt nicht erneut ab.

Keysight definiert die Kalibrierreferenzebene als Nullpunkt der horizontalen Zeitbereichsachse.[1] Den angezeigten Cursor zu verschieben oder einen Achsenoffset hinzuzufügen ist etwas anderes, als die Verluste und Reflexionen des Adapterabschnitts zu entfernen. Erfassen Sie, ob entsprechend den Funktionen des tatsächlich verwendeten Geräts eine Kalibrierung oder ein De-Embedding durchgeführt wurde. Dieses Beispiel veranschaulicht ausschließlich die Berücksichtigung von Verzögerungen.

Entfernungsgenauigkeit und Trennung zweier Orte getrennt beurteilen

Eine Unsicherheit des Geschwindigkeitsfaktors verändert das Entfernungsergebnis proportional. Ob sich zwei benachbarte Reflexionen trennen lassen, hängt außerdem von der am Prüfpunkt ankommenden Flanke, der Systembandbreite und den Verlusten im Signalweg ab. Tektronix unterscheidet in seiner TDR-Dokumentation zwischen dem „Erkennen einer kleinen Diskontinuität“ und dem „Trennen zweier benachbarter Diskontinuitäten“. Das Auflösungsvermögen für den einen Fall lässt sich nicht unmittelbar auf den anderen übertragen.[3]

Auch der Transformationsmodus eines Netzwerkanalysators hat spezifische Einstellbedingungen. Keysight erläutert, dass eine größere Frequenzspanne die Auflösung der Messantwort verbessern kann. Eine Änderung allein des angezeigten Zeitbereichs verbessert dagegen nicht die Messauflösung.[1] Speichern Sie diese Einstellungen mit dem Bildschirmbild, damit spätere Vergleiche Änderungen am Prüfling von Änderungen der Messbedingungen unterscheiden können.

Betrachten Sie ein separates Lehrbeispiel: Δt = 100 ns, VF = 0.66, daraus ergibt sich eine Entfernung von ungefähr 9.89 m. Wenn die betrachteten angenommenen Bereiche auf VF von 0.64 bis 0.68 und eine Cursorzeit von 98 bis 102 ns begrenzt sind, ergibt das direkte Einsetzen der beiden Endwerte einen Entfernungsbereich von ungefähr 9.40 bis 10.40 m.

Dieses Intervall bildet nur die angegebenen Eingangsbereiche ab. Es ist weder eine Spezifikation der Gerätegenauigkeit noch ein statistisches Konfidenzintervall. Auch Fehler der Referenzebene, Dispersion, Mehrfachreflexionen und die Regeln zur Wahl des Cursorpunkts sind darin nicht enthalten. Ein Bereich mit seiner Berechnungsgrundlage erleichtert dem Instandhaltungspersonal die Prüfplanung in der Regel mehr als eine Angabe mit vielen Nachkommastellen.

Vom Signalverlauf zum Bereich für Demontage und Prüfung

Die folgende Abfolge zur Interpretation am Prüfstand wurde für diesen Artikel zusammengestellt. Sie folgt den oben erläuterten Ausbreitungs- und Messzusammenhängen. Für den tatsächlichen Anschluss, die Kalibrierung und die zulässigen Signalpegel gelten die Geräte- und Komponentendokumente.

  1. Den aktuellen Signalweg eindeutig zeichnen. Markieren Sie Steckverbinder, Adapterabschnitte und Abzweigungen. Erfassen Sie den Abschlusszustand und die beiden für den Anschluss verfügbaren Enden. Bestätigen Sie, dass das System getrennt ist, und halten Sie fest, ob noch elektronische Geräte angeschlossen sind. Stoppen Sie, wenn die Anschlussbedingungen des Messgeräts nicht erfüllt sind.
  2. Zeitnullpunkt und Einstellungen festlegen. Speichern Sie Modus, Referenzebene und VF-Quelle. Speichern Sie außerdem Flanke oder Frequenzspanne, Cursorregel und ursprünglichen Signalverlauf. Falls ein Prüfling bekannter Länge und desselben Kabeltyps verfügbar ist, prüfen Sie damit die Entfernungsskala. Erfassen Sie bereits kompensierte Abschnitte, damit diese nicht zweimal abgezogen werden.
  3. Zuerst offensichtliche Strukturänderungen erklären. Ein Peak kann einem normalen Steckverbinder oder einem erwarteten Abschluss entsprechen. Vergleichen Sie einen Referenzprüfling derselben Konfiguration unter identischen Bedingungen mit dem zu prüfenden Exemplar. Listen Sie anschließend neue oder veränderte Merkmale auf. Vergleichen Sie unterschiedliche Abschlusszustände nicht direkt miteinander.
  4. Mögliche Orte dem physischen Kabelweg zuordnen. Prüfen Sie Markierungen und Zeichnungen entlang der ausgelegten Kabellänge. Wicklungen, Biegungen und die Verlegung um einen Schaltschrank herum entsprechen keiner geradlinigen räumlichen Entfernung. Wenn ein sicherer Anschluss vom anderen Ende möglich ist, prüfen Sie von dort gegen. Verwenden Sie dieselbe Regel zur Punktauswahl und halten Sie die Unterschiede zwischen den beiden Referenzebenen fest.
  5. Die Ursache mit den passenden Prüfungen bestätigen. Sichtprüfung, Pinbelegung/Durchgangsprüfung, Niederohmmessung und Signalintegritätsprüfung beantworten unterschiedliche Fragen. Eine Reflexionsänderung allein belegt weder einen bestimmten fehlerhaften Crimp noch, dass die Isolation ihre Anforderungen erfüllt.
Beobachtung Zuerst prüfen Derzeit mögliche Aussage
Eine Änderung von VF verändert die Cursorentfernung, während das zeitliche Merkmal weitgehend unverändert bleibt Parameterquelle und Einheiten der horizontalen Achse Die Entfernungsumrechnung hat sich geändert; eine physische Änderung ist noch nicht belegt
Ein anderes Adapterkabel verändert den Signalverlauf am nahen Ende Referenzebene, Kompensation und das Adapterkabel selbst Änderungen im Messweg ausschließen, bevor der Prüfling beurteilt wird
Zwei Verbindungsstellen erscheinen als eine gemeinsame Antwort Tatsächliche Auflösung der Messantwort und Abstand zwischen den beiden Stellen Die Antwort lässt sich noch keiner bestimmten Verbindung zuordnen
Mehrere Abzweigungen, Mehrfachreflexionen oder starke Dämpfung machen die Ortsbestimmung uneindeutig Aktuelle Topologie, Abschlüsse und trennbare Abschnitte Die möglichen Abschnitte festhalten und mit der Prüfung festgelegter Einzelabschnitte fortfahren

Die Arbeit ist abgeschlossen, wenn ein anderer Ingenieur anhand des Protokolls dieselbe Verdrahtung und dieselben Parameter wiederherstellen, die Entfernung nachrechnen und den als Nächstes zu prüfenden Abschnitt bestimmen kann. Einer Übergabe mit der Angabe „bei ungefähr drei Metern gibt es ein Problem“ fehlen weiterhin Referenzebene, Kabelweg und Ursachenprüfung.

Wiederverwendbares Protokoll

Die begleitende CSV-Datei enthält eine leere Protokollzeile und ein eindeutig gekennzeichnetes Lehrbeispiel. Sie lässt sich mit üblicher Tabellenkalkulationssoftware bearbeiten. Ihre 13 Spalten sind:

TDR-Ortungsprotokoll: Feldleitfaden
  • Datensatztyp
  • Prüfling/Revision
  • Prüfmodus
  • Referenzebene
  • Abschluss
  • Ursprüngliche Hin- und Rücklaufzeit
  • Bekannte Hin- und Rücklaufverzögerung des Adapters
  • VF
  • VF-Quelle
  • Geschätzte Entfernung
  • Möglicher Ort
  • Prüfergebnis
  • Einschränkung

Die CSV-Datei steuert kein Gerät und erzeugt keine automatische Abnahmeaussage. Das Beispiel wurde mit der Formel dieses Artikels nachgerechnet; tragen Sie reale Messdaten in die leere Zeile ein.

Die CSV-Datei hat keine eigene Portspalte. Auch Angaben zum verwendeten Gerät, der ursprüngliche Signalverlauf, Flanke oder Frequenzspanne und Regeln zur Cursorwahl fehlen. Erfassen Sie diese Angaben, die tatsächliche Verdrahtung und die auf jeden Abschnitt angewandte Kompensation zum Zeitpunkt der Messung in separaten Begleitnotizen. Verknüpfen Sie die Notizen über Prüfling/Revision und den zugehörigen Messdatensatz. Die Anschlussdokumentation muss Geräteanschluss, Anschlussende und Kabelanschluss benennen. reference_plane erfasst den Zeitnullpunkt, während termination den Abschlusszustand erfasst; keines dieser Felder ersetzt die Anschlussidentität. Zusammen bilden die CSV-Datei und die Begleitnotizen das oben beschriebene Protokoll zur Wiederherstellung von Verdrahtung und Parametern.

Falls eine Auffälligkeit im niederohmigen Bereich eine separate Messung erfordert, lesen Sie anschließend den Artikel „Niederohmige Steckverbinder messen: was Vierleitertechnik, Dry-Circuit-Bedingungen und Offsetkompensation jeweils leisten“ in dieser Rubrik. Dieser Artikel behandelt Messgrenzen und Fehlerquellen. Er ersetzt nicht die laufzeitbasierte Ortsbestimmung in diesem Beitrag.

Quellen und Versionen

[1] Keysight FieldFox: Time Domain, Umsetzung, Calibration for Time Domain und Measurement Response Resolution. Die öffentliche Hilfeseite nennt kein Versionsdatum; abgerufen am 2026-10-13.

[2] Tektronix 1502C Metallic Time-Domain Reflectometer User Manual, 070-7169-05, Seiten 1-12 bis 1-15. Dieses historische Gerätehandbuch dient als Quelle für den Zusammenhang zwischen Ausbreitungsgeschwindigkeit und Entfernung. Es dient nicht als aktuelle Spezifikation für Beschaffung, Schnittstellen oder sicheren Betrieb.

[3] Tektronix: TDR Test, Measurement Resolution und Rise Time. Diese öffentliche Erläuterung dient der Unterscheidung zwischen Erkennung und Zweipunktauflösung; abgerufen am 2026-10-13.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und zusammengestellt. Die Zahlenbeispiele und die Interpretationsabfolge entstanden bei dieser Recherche und Zusammenstellung; physische MTTJ-Prüfungen wurden nicht durchgeführt. Prüfen Sie die entsprechenden Aufzeichnungen erneut, wenn sich Gerätemodus, Anschlusstopologie oder Kabelparameter ändern.

Zugehörige Ressourcen und Fertigungsbereiche

Praxisleitfäden: Frühere Beiträge

TDR-Ortungsprotokoll: Feldleitfaden

TDR-Ortungsprotokoll: Feldleitfaden

Ein TDR-Ortungsprotokoll ausfüllen

Verwenden Sie tdr-location-record.csv, um Messkontext, Zeitablesung, Entfernungsschätzung und anschließende Prüfung in einer Zeile festzuhalten. Lassen Sie die 13 Spaltennamen unverändert. Die Datei enthält eine leere Zeile für reale Messdaten und ein separates Lehrbeispiel; sie lässt sich mit üblicher Tabellenkalkulationssoftware bearbeiten. Sie steuert kein Gerät, berechnet Ergebnisse nicht automatisch und entscheidet nicht, ob eine Komponente die Prüfung besteht.

Verwenden Sie das Protokoll für ein vom System getrenntes Kabel, dessen Spannungsfreiheit bestätigt und dessen Eignung für die Anschlussbedingungen des Messgeräts geprüft wurde. Befolgen Sie die Geräte- und Komponentendokumente für Anschluss, Kalibrierung und zulässige Signalpegel. Die Entfernungsumrechnung benötigt eine festgelegte Referenzebene, einen geeigneten Geschwindigkeitsfaktor und eine identifizierbare Reflexion entlang des Signalwegs.

Die beiden mitgelieferten Zeilen unterscheiden

Token in record_type Verwendung der Zeile
BLANK_FIELD_RECORD Leere Zeile für tatsächliche Messdaten vor Ort oder am Prüfstand. Bis auf die Zeilenkennzeichnung sind alle mitgelieferten Werte leer. Füllen Sie die Felder anhand des tatsächlichen Aufbaus aus und lassen Sie fehlende Werte leer.
ILLUSTRATIVE_NOT_MEASURED Konstruiertes Lehrbeispiel. Zeiten, VF und Entfernung beschreiben die Annahmen des Artikels, keine gemessenen Kabel- oder Geräteergebnisse. Behalten Sie diese Kennzeichnung beim Beispiel bei.

Ein leeres Feld ist ein nicht ausgefüllter oder fehlender Wert. Es ist weder ein Nullmesswert noch ein bestätigtes Fehlen einer Verzögerung oder eine bestandene Prüfung. Ersetzen Sie leere Felder nicht durch die Beispielwerte. Für eine tatsächliche Messung füllen Sie die leere Zeile aus oder kopieren sie in eine weitere Protokollzeile. Halten Sie genügend Angaben zu Prüfling und Aufbau fest, um die Messung zu identifizieren.

Die 13 Spalten

Spalte Bedeutung und Erfassungsbedingung
record_type Unterscheidet die leere Vorlage für reale Messdaten von der Beispielzeile. Die mitgelieferten Tokens sind BLANK_FIELD_RECORD und ILLUSTRATIVE_NOT_MEASURED.
specimen_and_revision Prüflingskennung und die Zeichnungs-, Kabel- oder Konfektionsrevision, die für den aufgezeichneten Aufbau gilt. Die Lehrbeispielzeile verwendet teaching_example_A.
test_mode Gerätemodus und Grundlage der Ablesung an der horizontalen Achse. Die Lehrbeispielzeile verwendet round_trip_time. Geben Sie an, ob das tatsächliche Gerät die Hin- und Rücklaufzeit anzeigt oder bereits in eine Entfernung für den einfachen Weg umgerechnet hat.
reference_plane Elektrischer Ursprung, von dem aus abgelesen wird. Die Lehrbeispielzeile verwendet instrument_port_with_known_adapter_delay. Erfassen Sie den tatsächlichen Ursprung und eine bereits durchgeführte Kalibrierung oder ein De-Embedding.
termination Abschlusszustand und die für diesen Datensatz verwendete Reflexionsinterpretation. Die Lehrbeispielzeile verwendet assumed_single_identifiable_reflection; dies ist eine Annahme, kein gemessener Abschluss und kein bestätigter Fehler.
raw_round_trip_ns Ursprüngliche Hin- und Rücklaufzeit in ns von der erfassten Referenzebene zur gewählten Reflexion und zurück. Das Beispiel enthält 40. Halten Sie den ursprünglichen Messwert getrennt von der kompensierten Zeit für die Berechnung fest.
known_adapter_round_trip_ns Unabhängig bekannte Hin- und Rücklaufverzögerung in ns des Adapterabschnitts, die vom ursprünglichen Messwert abzuziehen ist. Das Beispiel enthält 10. Erfassen Sie ihre Grundlage und ziehen Sie sie nur ab, wenn derselbe Abschnitt nicht bereits an der Referenzebene kompensiert wurde.
velocity_factor Dimensionsloser VF zur Umrechnung der verbleibenden Zeit in eine Entfernung entlang des zu untersuchenden Kabels. Das Beispiel enthält 0.66. Verwenden Sie den für dieses Kabel geltenden Wert, statt für jeden Adapter und Kabelabschnitt denselben VF anzunehmen.
velocity_factor_source Grundlage des VF, etwa die relevanten Kabelangaben oder eine Prüfung anhand einer bekannten Länge desselben Kabeltyps. Die Lehrbeispielzeile verwendet assumed_for_example. Behalten Sie eine Annahme als Annahme bei.
estimated_distance_m Manuell erfasste berechnete Entfernung in m vom festgelegten Kabelanfang oder der Referenzebene entlang des relevanten Signalwegs. Das Beispiel enthält 2.96794533. Ein Zahlenwert validiert weder die Messannahmen noch bestätigt er einen Fehler.
candidate_location Physischer Kabelabschnitt, der der Schätzung entspricht, mit Referenzursprung und Verlauf. Das Beispiel enthält 2.97 m along cable from cable start. Ordnen Sie den Ort entlang der Kabellänge zu, statt einer geradlinigen Position im Schaltschrank.
verification_result Ergebnis der anschließenden Prüfung zur Beurteilung des möglichen Orts oder der Ursache. Die Lehrbeispielzeile enthält arithmetic_only; damit wird ausschließlich die Berechnung veranschaulicht. Erfassen Sie je nach Fall die tatsächliche Sichtprüfung, Pinbelegungs-/Durchgangsprüfung, Niederohmmessung oder Signalintegritätsprüfung.
limitation Annahmen, ungeklärte Bedingungen oder Einschränkungen, die zum Verständnis der Zeile erforderlich sind. Das Beispiel enthält No instrument control; no automatic acceptance; assumptions not measured.

Die CSV-Datei hat keine eigenen Felder für Angaben zum verwendeten Gerät, Anschlüsse oder Dateien mit Signalverläufen. Auch Einstellungen für Flanke oder Frequenzspanne und Regeln zur Cursorwahl fehlen. Erfassen Sie diese Angaben, die tatsächliche Verdrahtung und die auf jeden Abschnitt angewandte Kompensation zum Zeitpunkt der Messung in Begleitnotizen. Verknüpfen Sie die Notizen über Prüfling/Revision und den zugehörigen Messdatensatz mit der CSV-Datei. Benennen Sie in den Notizen Geräteanschluss, Anschlussende und Kabelanschluss. reference_plane erfasst den Zeitnullpunkt und termination den Abschlusszustand; keines dieser Felder ersetzt die Anschlussidentität. Zusammen ermöglichen die CSV-Datei und diese Notizen einem anderen Ingenieur, Verdrahtung und Parameter wiederherzustellen.

Das Beispiel mit 40 / 10 / 30 ns lesen

Die Beispielzeile nimmt eine ursprüngliche Reflexionszeit von 40 ns ab dem Geräteanschluss und einen bekannten Adapterbeitrag von 10 ns an. Die dem zu untersuchenden Kabel zugeordnete Hin- und Rücklaufzeit ist daher:

Δt = 40 ns − 10 ns = 30 ns

Mit der im Artikel verwendeten Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und dem angenommenen VF des zu untersuchenden Kabels:

L = 0.299792458 m/ns × 0.66 × 30 ns ÷ 2 = 2.9679453342 m

Die CSV-Datei hält dies als 2.96794533 in estimated_distance_m und als 2.97 m along cable from cable start in candidate_location fest. Diese Nachkommastellen bilden die Rechnung ab, keine Spezifikation der Gerätegenauigkeit. Eine Umrechnung aller 40 ns mit demselben angenommenen VF ergäbe dagegen 3.9572604456 m, ungefähr 3.96 m. Die Differenz von ungefähr 0.99 m entsteht durch die Behandlung der Referenzebene.

Ziehen Sie die 10 ns nur ab, wenn dieser bekannte Beitrag noch im ursprünglichen Messwert enthalten ist. Wenn die Kalibrierung den Zeitnullpunkt bereits an den Anfang des zu untersuchenden Kabels gelegt hat, würde ein erneuter Abzug denselben Abschnitt zweimal entfernen. Wenn das Gerät eine Entfernung für den einfachen Weg anzeigt, lesen Sie diesen Modus direkt ab, statt die Entfernung durch 2 zu teilen.

Annahmen und nächste Prüfung beibehalten

Die Formel des Artikels setzt voraus, dass die gewählte Zeit den Hin- und Rückweg von derselben Referenzebene durch den zu untersuchenden Abschnitt bei annähernd gleichmäßiger Ausbreitungsgeschwindigkeit darstellt. Bei unterschiedlichen Medien prüfen Sie bekannte Abschnitte zunächst im Zeitbereich, bevor Sie den verbleibenden Zielabschnitt umrechnen. Mehrere Abzweigungen, Mehrfachreflexionen oder starke Dämpfung können mehr als einen möglichen Abschnitt übrig lassen.

Halten Sie die Grundlage des VF und jede Unsicherheit von Zeit oder Referenzebene fest. Entfernungsgenauigkeit und die Fähigkeit, zwei nahe Reflexionen zu trennen, sind unterschiedliche Beurteilungen. Eine Reflexionsänderung allein identifiziert weder einen fehlerhaften Crimp noch bestätigt sie die Isolationsleistung; verwenden Sie die Prüfung, die die konkrete Ursachenfrage beantwortet.

Der Artikel zitiert die Zeitbereichsdokumentation zu Keysights FieldFox für die Bedingungen zu Umsetzung, Referenzebene und Auflösung der Messantwort, das historische Handbuch zum Tektronix 1502C 070-7169-05 für den Zusammenhang zwischen Ausbreitungsgeschwindigkeit und Entfernung sowie die Erläuterung „TDR Test“ von Tektronix für Erkennung und Zweipunktauflösung. Verwenden Sie diese Quellen im jeweils im Artikel angegebenen Geltungsbereich. Die CSV-Datei und dieser Feldleitfaden liefern weder aktuelle gerätespezifische Betriebsanweisungen noch Abnahmegrenzen für Komponenten.

Offizielle Quellen

Angebot anfragen

Kabelkonfektion und erforderliche Prüfungen besprechen

Senden Sie mit der Anfrage die Konfektionszeichnung, Angaben zu den Steckverbindern und die erforderlichen Prüfbedingungen. Falls ein TDR-Protokoll relevant ist, ergänzen Sie Referenzebene, VF-Quelle und den möglichen Kabelabschnitt.

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