Konstruktion & Materialien
Kabelkonfektion oder Kabelbaum
Eine Kabelkonfektion bezeichnet meist ein Kabel oder Kabelbündel, das für eine festgelegte Verbindung konfektioniert ist. Ein Kabelbaum bezeichnet meist einen verlegten Leitungssatz mit Abzweigen, Steckverbindern, Kennzeichnungen und Schutz. Die Zeichnung bestimmt den Aufbau, nicht allein die Bezeichnung.
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Entscheidung im Überblick
Diese Punkte gehören in die Entscheidung
- Wählen Sie die Bezeichnung nach physischem Aufbau und benötigten Unterlagen, nicht als Marketingetikett.
- Eine konfektionierte Punkt-zu-Punkt-Leitung benötigt meist eine andere Fertigungs- und Dokumentationsstruktur als ein verzweigter, verlegter und gekennzeichneter Kabelbaum.
- Zeichnung, BOM, Verlegung, Prüfungen und Verpackung sind wichtiger als die Bezeichnung in der Anfrage.
Inhalt dieses Leitfadens
- 1Direkte Antwort
- 2Praktischer Unterschied im Umfang
- 3Checkliste vor der RFQ
- 4Projektanforderungen
- 5Aufbauvergleich
- 6Reine Namensspezifikationen vermeiden
Arbeiten Sie die Abschnitte nacheinander durch und führen Sie offene Punkte in einem dokumentierten Fertigungs- oder Beschaffungspaket zusammen.
Direkte Antwort
Verwenden Sie Kabelkonfektion, wenn vor allem ein Kabelaufbau mit einem oder mehreren konfektionierten Enden gefordert ist. Verwenden Sie Kabelbaum, wenn vor allem Leitungen oder Kabelabzweige nach einem Layout mit Stückliste, Kennzeichnungen, Bindungen, Schutzschläuchen und festgelegten Steckerpositionen verlegt werden.
MTTJ kalkuliert dennoch auf Grundlage der Zeichnungsunterlagen. Werden in einem Projekt beide Begriffe verwendet, bestimmen die freigegebene Zeichnung, die Stückliste, die Verdrahtungstabelle und das Prüfverfahren den Fertigungsumfang.
Praktischer Unterschied im Umfang
Bei Kabelkonfektionen stehen Kabeltyp, Mantel, Schirmung, Steckerkonfektion, Umspritzung, elektrische Prüfungen und Verpackung im Mittelpunkt.
Bei Kabelbäumen stehen Leiterquerschnitt, Kontaktdaten, Abzweiglängen, Verlegeschutz, Positionen der Steckergehäuse, Kennzeichnungen, Durchgangsprüfungen und die Kontrolle des Layouts im Mittelpunkt.
| Kabelkonfektion | Kabelaufbau, Steckerenden, Schirmung, Umspritzung, Länge und elektrische Prüfungen. |
|---|---|
| Kabelbaum | Abzweige, Kontakte, Kennzeichnungen, Bindungen, Schutzschläuche, Verlegebrett und Steckerpositionen. |
| Überschneidung | Beide können Crimpen, Löten, Umspritzen, Prüfen, Inspizieren, Kennzeichnen und Verpacken umfassen. |
Checkliste vor der RFQ
Am schnellsten lässt sich eine RFQ bearbeiten, wenn der vorgesehene Aufbau benannt ist und die Angaben zur Auflösung aller Mehrdeutigkeiten beigefügt werden.
- Zeichnung oder Skizze mit Abzweiglängen, Kabellängen, Steckerausrichtung und Kabelaustritten.
- Stückliste mit Steckverbindern, Kontakten, Leitungen, Kabeln, Schutzschläuchen, Bindungen, Kennzeichnungen und Hinweisen zu nicht austauschbaren Teilen.
- Verdrahtungstabelle, Pinbelegung, Schirmungs- und Erdungskonzept, Prüfverfahren und Annahmegrenzen.
- Menge, Musterplan, Verpackung, erforderliche Aufzeichnungen und Lieferziel.
Projektanforderungen
Nennen Sie Zertifizierungs-, Anwendungs- und Prüfanforderungen im Projektumfang und in den zugehörigen Unterlagen für die zu kalkulierende Baugruppe.
Aufbauvergleich
Wählen Sie damit die Dokumentstruktur, nicht ein starres Produktetikett.
| Leiter | Einzeldrähte, ummanteltes Kabel oder eine Kombination daraus. |
|---|---|
| Verlegung | Punkt-zu-Punkt-Verlauf oder mehrere Abzweige mit festgelegten Ausbindungen und Bindepunkten. |
| Kennzeichnung | Nur Endkennzeichnungen oder zusätzliche Abzweig-, Stromkreis- und Steckerkennzeichnungen. |
| Fertigungslenkung | Kabelzeichnung, Verdrahtungstabelle, Kabelbrett oder Vorrichtung, BOM und Prüfplan. |
Reine Namensspezifikationen vermeiden
Angaben wie „ein kundenspezifischer Kabelbaum“ oder „ein Kabel“ legen Leiteraufbau, Verlegung, Stecker, Pinbelegung, Schutz und Prüfungen nicht fest. Beschreiben Sie zuerst den Aufbau; die Produktbezeichnung dient dann nur als kurze Benennung.

